Fast die Hälfte der Projekteinnahmen von CFOs gehen bei gewerblichen Immobilien zurück

Fast die Hälfte der Projekteinnahmen von CFOs gehen bei gewerblichen Immobilien zurück

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In der jüngsten Umfrage des Deloitte Center for Financial Services gaben 48 Prozent der befragten Chief Financial Officers (CFOs) für Gewerbeimmobilien an, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Abschwächung und klimaregulierender Maßnahmen mit einem Umsatzrückgang im Jahr 2023 rechnen, was Führungskräfte dazu veranlasste, Kosten zu senken.

Der Commercial Real Estate Outlook 2023 des Deloitte Center for Financial Services ist eine weltweite Umfrage, die unter 450 CFOs großer CRE-Eigentümer und Investmentgesellschaften durchgeführt wurde. Die Befragten wurden gebeten, ihre Meinung zu den Wachstumsaussichten ihrer Organisationen und Pläne für Personal, Betrieb, Technologie und Kultur zu äußern. Das Deloitte Center for Financial Services befragte die Befragten auch nach ihren Investitionsprioritäten und erwarteten strukturellen Veränderungen im Jahr 2023.

Die Befragten verteilten sich gleichmäßig auf Nordamerika (USA und Kanada), Europa (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland und die Schweiz) und Asien/Pazifik (Australien, Festlandchina, Japan und Singapur). Die Umfrage umfasste Immobilienunternehmen mit einem verwalteten Vermögen von mindestens 100 Millionen US-Dollar. Deloitte sagte, die Umfrage sei im Juni 2022 abgeschlossen worden.

Wirtschaftliche Bedenken

„Unabhängig davon, welches Szenario eintrifft, zeigt die Deloitte-Umfrage zum Immobilienausblick 2023, dass die Sorgen um die Wirtschaft für die meisten globalen Immobilienführer im Vordergrund stehen, wenn sie sich auf den Rest der Jahre 2022 und 2023 vorbereiten“, heißt es in dem Bericht. „Die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr sind unter den Befragten gemischt und insgesamt verhaltener als im Vorjahr.“

Zusammen mit den 48 Prozent der Befragten, die mit einem Rückgang der Gewerbeimmobilieneinnahmen rechnen, erwarten weitere 12 Prozent dem Bericht zufolge keine Änderung. Damit erwarten 40 Prozent eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Umfrageergebnissen des letzten Jahres, als 80 Prozent der Befragten davon ausgingen, dass die Umsätze leicht bis deutlich besser ausfallen würden als im Vorjahr. Diese Erwartungen basierten jedoch darauf, sich nach einem herausfordernden Jahr 2020 zu verbessern.

Unterdessen sagte etwa ein Drittel der Befragten angesichts der gedämpften Umsatzerwartungen, dass sie planen, die Kosten im Vergleich zum Vorjahr zu senken, als nur 6 Prozent eine Kostensenkung erwarteten. Die befragten CFOs wiesen auf die anhaltend hohe Inflation, das Personalmanagement und das Cyberrisiko als die größten Risiken für die finanzielle Leistungsfähigkeit im Jahr 2023 hin.

Weitere wichtige Erkenntnisse aus dem Bericht von Deloitte sind, dass Eigentümer und Investoren von Gewerbeimmobilien Büros, digitale Wirtschaft und Logistikimmobilien ins Visier nehmen. Laut der Umfrage rangieren Büros in Innenstädten und Vorstädten insgesamt an erster und dritter Stelle bei den globalen risikobereinigten Anlageklassenmöglichkeiten.

ESG bleibt ein Schwerpunkt

Unterdessen bleiben Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) ein Schwerpunkt für viele CRE-Unternehmen, aber sie geben zu, dass sie Anleitung benötigen, wie sie Änderungen umsetzen und ihre Fortschritte verfolgen können. Nur 12 Prozent der gesamten befragten Branche und 17 Prozent der erforderlichen öffentlichen Immobilien-Investmentfonds (REITs) sind bereit, sofort auf regulatorische Maßnahmen zu reagieren.

„Das sich entwickelnde globale regulatorische Umfeld wird voraussichtlich Änderungen in der Steuerstruktur und Modernisierung in den Vordergrund rücken“, heißt es in dem Bericht. „Mögliche Änderungen der Verrechnungspreise und der Gewinnbeteiligung sowie Erhöhungen der Steuersätze könnten die größten Auswirkungen auf CRE-Unternehmen haben.“

Die COVID-19-Pandemie hat es für Unternehmen zu einer Herausforderung gemacht, Mitarbeiter zurück in ihre physischen Büros zu bringen, und es wiederum für CRE-Eigentümer schwierig gemacht, offene Stellen zu minimieren. Laut der Umfrage verfolgen nun mehr Unternehmen regionale Ansätze, um Talente anzuziehen und zu halten. Unternehmen konzentrieren sich auf die zunehmende Arbeitsplatzautomatisierung, die Förderung von Vielfalt, Chancengleichheit und Integrationsinitiativen, die Beschleunigung von Karrierechancen und das Angebot von mehr Anerkennungs- und Auszeichnungsprogrammen.

„Das Belegungsniveau in den wichtigsten US-Märkten lag im Juli bei 44 % des Niveaus vor der Pandemie, und Eigentümer, Investoren und Kommunalverwaltungen suchen nach Möglichkeiten, Leerstände zu bekämpfen“, heißt es in dem Bericht. „Hybridarbeit ist hier, um zu bleiben, und Mitarbeiter erwarten jetzt Büroflächen der Spitzenklasse.“

Immobilientechnologie oder Proptech könnte auch eine Rolle für das Vermögen von CRE-Eigentümern und -Unternehmen spielen. Immer mehr CRE-Unternehmen suchen nach Outsourcing-Möglichkeiten, um die Betriebskapazitäten zu optimieren, und es besteht weiterhin Interesse daran, Proptech zu nutzen, um ergänzende, innovative Dienstleistungen anzubieten.

„Während Technologiebudgets eher zurückhaltend sind, haben diejenigen, die planen, ihre Ausgaben zu erhöhen, Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern und neue Einnahmemöglichkeiten im Bereich Fundraising und digitale Assets zu erkunden“, heißt es in dem Bericht.

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